02 Mai Early in Data. Ahead in Packaging.
Warum datengetriebener Digitaldruck den Verpackungsmarkt neu definiert
Ein Blogbeitrag von Ingo Retzmann, Inhaber und Geschäftsführer Team Jansen
Die Verpackungsindustrie steht an einem Wendepunkt. Während Produktlebenszyklen kürzer werden, regulatorische Anforderungen steigen und Märkte immer fragmentierter agieren, wächst der Druck auf Hersteller, Verpackungen schneller, flexibler und zugleich maßgeschneideter zu produzieren. Klassische analoge Prozesse stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Die Antwort darauf lautet: datengetriebener, digitaler Verpackungsdruck – intelligent vernetzt, hochautomatisiert und konsequent vom IT‑Workflow her gedacht.
Verpackungsdruck neu denken: vom Druckauftrag zum Datenprozess
Lange Zeit galt Verpackungsdruck als Domäne großer Auflagen, fixer Designs und statischer Inhalte. Heute ist genau das Gegenteil gefragt: wirtschaftliche Kleinauflagen, häufige Design‑ und Sprachwechsel, Serialisierung, Personalisierung sowie die Fähigkeit, regulatorische Änderungen kurzfristig umzusetzen – ohne lange Rüstzeiten oder Mindestmengen.
Der Schlüssel dazu sind Daten. Verpackungen werden nicht mehr nur gedruckt, sondern generiert – direkt aus ERP‑, Produkt‑ oder Marketingdaten. Wer diese Daten frühzeitig strukturiert, intelligent nutzt und über automatisierte Workflows bis in den Druckprozess integriert, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil. Oder anders gesagt: Early in Data. Ahead in Packaging.

„Early in Data. Ahead in Packaging. Dieses Leitmotiv steht für unseren Ansatz, Verpackungsdruck neu zu denken. Wer früh auf datengetriebene Prozesse setzt, sichert sich entscheidende Vorteile in der Verpackungsproduktion. Auf der Interpack zeigen wir gemeinsam mit Xerox, wie ERP-Daten direkt in fertige, individualisierte Verpackungen überführt werden“
Ingo Retzmann
Inhaber und Geschäftsführer / Team Jansen
Digitale Produktion braucht mehr als eine starke Druckmaschine
Als größter Xerox‑Partner in Deutschland sehen wir bei Team Jansen täglich, dass erfolgreicher digitaler Verpackungsdruck nicht bei der Maschine beginnt – und auch nicht dort endet. Moderne Produktionsdrucksysteme wie die Xerox Proficio PX300 bilden zwar das technologische Rückgrat, ihre volle Stärke entfalten sie jedoch erst im Zusammenspiel mit leistungsfähigen Workflow‑ und IT‑Lösungen.
Die Proficio PX300 steht beispielhaft für diese neue Generation des Produktionsdrucks: Ultra‑HD‑Auflösung, hohe Medienflexibilität, optionale fünfte Farbstation für Sonderfarben oder Lacke sowie eine auf Produktivität und Automatisierung ausgelegte Architektur. Genau diese Eigenschaften machen sie ideal für Verpackungsanwendungen, bei denen Vielfalt wichtiger ist als reine Masse.
Der eigentliche Gamechanger: automatisierte Workflows
Der wahre Hebel liegt jedoch im Xerox Software‑Ökosystem. Lösungen wie Xerox FreeFlow Core automatisieren die Druckdatenaufbereitung vollständig – regelbasiert, fehlerfrei und skalierbar. Druckjobs werden automatisch geprüft, optimiert, versioniert und an das jeweilige Ausgabesystem geroutet. Manuelle Touchpoints entfallen, Durchlaufzeiten verkürzen sich drastisch, Fehlerquoten sinken signifikant.
Für den Verpackungsdruck besonders relevant ist zudem Variable Data Publishing – etwa über XMPie. Damit lassen sich individuelle Inhalte wie Seriennummern, Barcodes, QR‑Codes, Sprachversionen oder personalisierte Marketingelemente automatisiert erzeugen und unmittelbar in den Produktionsprozess integrieren. Verpackungen werden so zum Träger dynamischer Informationen und zum aktiven Bestandteil der Customer Journey.
Vom ERP zur fertigen Verpackung – vollautomatisiert
In einem durchgängigen, datengetriebenen Workflow beginnt der Prozess bereits im ERP‑System. Artikel‑, Sprach‑, Länder‑ oder Kennzeichnungsdaten fließen automatisiert in die Druckdatenerstellung ein. Nach Freigabe der Vorschau erfolgt die Produktion digital, on demand und exakt nach Bedarf. Das Ergebnis ist eine Verpackung, die nicht nur gedruckt, sondern „aus Daten gebaut“ wird.
- wirtschaftliche Kleinauflagen ohne Druckplatten
- schnelle Reaktion auf neue gesetzliche Anforderungen
- individuelle Varianten bis hin zum Unikat
- deutlich reduzierte Time‑to‑Market
- hohe Prozesssicherheit und Nachvollziehbarkeit
Gerade in regulierten Märkten wie Food, Pharma oder Kosmetik wird diese Transparenz zum strategischen Erfolgsfaktor.
Connected Packaging und Digital Product Passport
Ein weiteres zentrales Thema ist Connected Packaging. Durch individuelle QR‑Codes auf jeder einzelnen Verpackung lassen sich Rückverfolgbarkeit, Markenschutz und digitale Kundeninteraktion kombinieren. Verpackungen fungieren damit als Schnittstelle zwischen physischem Produkt und digitaler Welt – vom Marketing‑Touchpoint bis zur Compliance‑Lösung.
Damit schaffen Unternehmen zugleich die Grundlage für zukünftige Anforderungen wie den Digital Product Passport, der Produkt‑ und Recyclinginformationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg digital verfügbar macht. Der datengetriebene Verpackungsdruck wird so nicht nur Produktionsmittel, sondern ein integraler Bestandteil der digitalen Wertschöpfungskette.
Fazit: Verpackungsdruck wird zur IT‑Disziplin
Digitaler Verpackungsdruck ist kein isoliertes Druckthema mehr. Er ist ein IT‑getriebener Prozess, der Daten, Software, Automatisierung und Produktionsdruck intelligent verbindet. Genau hier setzen wir bei Team Jansen gemeinsam mit Xerox an: mit leistungsfähigen Produktionsdrucksystemen, tief integrierten Workflow‑Lösungen und einem klaren Verständnis für die Anforderungen des Mittelstands.
Wer heute in Daten denkt, Prozesse automatisiert und Verpackungen als Informations‑ und Kommunikationsplattform begreift, wird morgen vorne sein. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Early in Data. Ahead in Packaging.
